AWO - Pflege zuerst kommt der Mensch Wohnpflege
 

Hilfe zu jeder Zeit

20.04.2012 07:38

 

SBV und AWO schalten Helfer und Hilfsbedürftige zusammen

Flensburg Rund um die Uhr Ansprechpartner und Hilfe – das wollen jetzt der Selbsthilfe-Bauverein und die Arbeiterwohlfahrt gemeinsam mit dem Projekt „Sozialruf mit Service“ (SmS) ermöglichen. Für die Bewohner von Fruerlund soll ab sofort 24 Stunden lang eine Hotline zur Verfügung stehen, unter der sie Hilfe erhalten. Alle Bewohner von Fruerlund können anrufen und werden an den entsprechenden Dienstleister weitergeleitet, der ihnen helfen kann.

„Sei es eine Haushaltshilfe, Menüservice, Friseur oder eine Fußpflege – wir haben Kooperationspartner gesammelt und vermitteln kostenlos“, erklärt Jörg Schöpel, Leiter der Flensburger Servicehäuser. Besonders wichtig sei dabei, dass die Bewohner eine große Sicherheit und Verlässlichkeit erhalten.  Je nach Dringlichkeit bekommt der Anrufer seine Hilfe. „Und wenn am Telefon gesagt wird ,Morgen kommt jemand!’, dann ist auch jemand da“, betont Schöpel.

Darüber hinaus kümmere sich der neue Quartiersmanager Frank Raguse um die Bewohner vor Ort. Beispielsweise bei finanziellen Sorgen oder Unterstützung wegen Krankheit sei er der Ansprechpartner und komme auf Wunsch auch zu den Bewohnern nach Hause. Ebenfalls hole er die Institutionen Fruerlunds an einen Tisch, „damit beispielsweise nicht die Schule und der Kindergarten gleichzeitig Sommerfest feiern“, bemerkt Raguse.  „So soll eine funktionierende Nachbarschaft geschaffen werden“, erklärt er weiter.

Bereits vor Einzug in die renovierten, beziehungsweise neu gebauten Wohnhäuser veranstaltet der SBV Kennenlernabende für die zukünftigen Mieter. Darüber hinaus seien unter anderem ein Mittsommerfest, gemeinsames Laterne laufen und ein lebendiger Adventskalender für dieses Jahr geplant, erkärt Raguse.

„Ziel ist es insgesamt, das Miteinander der Menschen zu fördern“, sagt der SBV-Vorstandvorsitzende, Raimund Dankowski. Zusammen mit dem neuen Gemeinschaftshaus „360 Grad“ sorgen der Quartiersmanager und der SmS für mehr Qualität und Dienstleistung in Fruerlund, so Dankowski.

 Und das für jeden: Man muss nicht Mitglied beim SBV oder bei der Awo sein. „Das Angebot gilt für alle Bewohner in Fruerlund, egal welchen Alters. Wenn sich nach der dreijährigen Projektphase zeigt, dass sich dies bewährt hat, könnte das Projekt auf andere Stadtteile ausgeweitet werden“, erklärt  Jörg Schöpel.

Für die Awo sind Sozialraumprojekte besonders wichtig, betont Michael Selck, Landesgeschäftsgeführer der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein. „Ziel ist es, dass die Bewohner lange  im Stadtteil bleiben können“. Deshalb sei es wichtig, ein soziales Miteinander zu fördern und zu unterstützen.

Darüber hinaus müsse ein Netzwerk geschaffen werden, damit alle Generationen an ihrem Wohnort verweilen können.

 

 

Hinweis: SmS-Telefon: 0461-97888477,
erreichbar ab Dienstag.
Quartiersmanager Frank Raguse:
Telefon 0461-31560-391,
fraguse@sbv-flensburg.de.  

 

Jenna Klingsporn
Flensburger Tageblatt, Sonnabend, 14. April 2012