Alle Jahre wieder: Interkulturelles Frauenfrühstück im Quartier

13. März 2019

Bereits zum vierten Mal trafen sich am Freitag über sechzig Frauen verschiedenen Alters und Couleur zum interkulturellen Frauenfrühstück im BeLaMi. Quartiersmanagerin Claudia Löding hatte zusammen mit ihrem großen Helferinnenteam und vielen Spenden eine Tafel voller Leckereien aufgebaut. Zu Beginn wurden die Frauen in deutscher und türkischer Sprache mit Auszügen aus dem Buch „Good night stories for rebel girls“ begrüßt.

Das Buch versammelt 100 inspirierende Geschichten über beeindruckende Frauen, die jedem Mädchen und jeder Frau Mut machen, an ihre Träume zu glauben. Die Geschichten handeln von Frauen, die ins All und über den Atlantik geflogen sind, den Erdball schon mit 16 umsegelt und die höchsten Gipfel in Röcken bestiegen haben. Und das Beste: es handelt sich um wahre Begebenheiten. Denn schon immer und überall auf der Welt gab es Frauen, die mutige Vorreiter waren, neugierige Entdeckerinnen, kluge Forscherinnen und kreative Genies. Drei von ihnen wurden beim interkulturellen Frauenfrühstück im BeLaMi vorgestellt.

Manal al Sharif, die Frauenrechtlerin, die den Frauen in Saudi-Arabien den Weg zum Autofahren eröffnete. Policarpa Salavarrieta, Widerstandskämpferin aus Kolumbien, die noch heute Frauen in aller Welt zum Widerstand motiviert und Sophie Scholl, die Gründerin der Weißen Rose, die zusammen mit ihrem Bruder gegen das Hitlerregime kämpfte. Sie alle haben sich für mehr Gerechtigkeit in der Welt engagiert.

Nach der Lesung von Claudia Löding, Christiane Kämpf und Tülin Südan wurde das Lied „Die Gedanken sind frei“ gesungen (so wie Sophie Scholl dieses Lied für ihren inhaftierten Vater auf ihrer Flöte spielte) und der Singkreis von Ingetraud Schwirz stimmte weitere Liedern an. Danach entstand eine rege Diskussion über die drei Frauen und ihr Wirken für mehr Gerechtigkeit.