Einen Tag Kaffeehausatmosphäre statt Pflege

22. Juni 2015

Erster „Tag der Auszubildenden“ der AWO Pflege Schleswig-Holstein am 1. Juli in Neumünster

Kiel/Neumünster, 22.6.2015. In Form eines „World Cafés“ veranstaltet die AWO Pflege Schleswig-Holstein am Mittwoch, dem 1. Juli 2014, von 10 Uhr bis 15 Uhr im AWO Haus an der Stör in Neumünster erstmals einen Tag der Begegnung für die derzeit 93 Auszubildenden in der Pflege. Dazu gehören sowohl Altenpflegehelferinnen, als auch examinierte Altenpfleger. „Sie alle möchten wir an diesem Tag nicht mit Vorträgen langeweilen, sondern echte, spannende Formen des Austauschs ermöglichen“, erklärt Franz-Ulrich Löning-Hahn, AWO-Koordinator der Region Südwest.

Wie gehen wir mit Risiken im Pflegealltag um, und wie können wir mehr Freiheit wagen? Wie entwickeln wir uns weiter? Und was wollten wir schon immer einmal zur Ausbildung sagen? Diese und andere Themen werden beim Tag der Auszubildenden nach kurzen Inputs durch Fachreferenten in wechselnden Gruppen diskutiert und die Ergebnisse in origineller Form als Tischdecken-Poster dokumentiert. Darüber hinaus gibt es Technik in der Pflege zum Anfassen.

Die Veranstaltung ist Teil der Kampagne „Jetzt geht’s los?! Pflege in Bewegung“, mit der die AWO Pflege nicht nur auf die körperlichen Aspekte von Bewegung abzielt, sondern auch Diskussionen und Prozesse anregen möchte. „Dazu gehört aus unserer Sicht auch, die Auszubildenden in der Pflege immer wieder neu anzuregen und ihre Fähigkeit zur selbständigen, eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Pflege älterer Menschen zu stärken, aber auch, sie in die Weiterentwicklung der Pflege mit einzubeziehen“, erklärt Irmgard Stremlau, Leiterin des AWO Bildungszentrums Preetz.

Ziel des lockeren Austauschs beim „Tag der Auszubildenden“ ist es darüber hinaus, die Auszubildenden miteinander in persönlichen Kontakt zu bringen und ihre (Arbeits-)Beziehungen zu intensivieren. „Nicht nur, weil uns sonst – wie Willy Brandt einmal so schön gesagt hat – irgendwann die Füße einschlafen würden“, so Irmgard Stremlau. „Sondern auch, weil die Auszubildenden zwar im Alltag ab und zu per Telefon und/oder E-Mail miteinander kommunizieren, sich aber persönlich nur ganz selten treffen, weil sie an unterschiedlichen Orten oder zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten.“

„Vor allem aber wünschen wir uns, dass die Auszubildenden am Ende des Tages ganz einfach sagen können: ‚Hey, wir sind ja richtig viele bei der AWO! Das macht Spaß hier, und mit uns kommt Bewegung in die Pflege!’“, so Franz-Ulrich Löning-Hahn.

Hintergrund
Schon seit 1989 bietet die AWO Schleswig-Holstein Ausbildungen für Pflegekräfte in der Altenhilfe und Altenpflege an: die dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger und die einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer. In Schleswig-Holstein werden diese Berufsausbildungen an drei staatlich anerkannten Altenpflegeschulen der AWO angeboten: dem AWO Bildungszentrum Preetz, dem AWO Bildungszentrum Elbmarsch und dem AWO Bildungszentrum Hohegeest. Doch gibt es in den Diensten und Einrichtungen der AWO Pflege auch noch viele andere spannende Ausbildungsangebote: Von der Ausbildung zur Bürokaufkraft über die Ausbildung zum Koch oder zur Köchin oder zur Fachkraft im Gastgewerbe bis hin zu einer Ausbildung in Hauswirtschaft. Aber auch wer studiert hat, kann im Servicehaus ein Anerkennungsjahr machen.

Kontakt
Uwe Braun, Leiter Unternehmensbereich Pflege
AWO Schleswig-Holstein gGmbH
Tel.: 0431/5114-550
Fax: 0431/5114-559
E-Mail: gl@awo-sh.de