AWO Haus an der Stör

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„Ich will einfach nur leben“

 

Ins „Wohnen mit Sicherheit“ sind die ersten Mieter eingezogen, unter ihnen die 59-jährige Ulrike Küster mit ihrer Mutter (82) und ihrem pflegebedürftigen Ehemann

Ehepaar KüsterFrau Küster und ihre Mutter

Kiel/Neumünster, 27. Mai 2015. Die Entwicklung zu einem generationenfreundlichen Quartier im Neumünsteraner Stadtteil Wittorf schreitet voran: Seit Mitte Mai sind alle elf Wohnungen des neuen AWO „Wohnen mit Sicherheit“ vermietet. „Mit der raschen Umsetzung dieses neuen Wohn- und Pflegekonzepts, das sich baulich und bezüglich Pflege und Betreuung den Bedürfnissen der älter werdenden Menschen anpasst, möchten wir dem Wunsch vieler Menschen entgegenkommen, möglichst lange ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in einem vertrauten Umfeld zu führen“, so Leiterin Susanne Durau.

 

Zu den neuen Mieterinnen im AWO „Wohnen mit Sicherheit“ gehören auch die 59-jährige Ulrike Küster und ihre 82-jährige Mutter. Während ihre Mutter bereits zum 1. Juni einzieht, hat Ulrike Küster ihren Umzug für den 1. August geplant: „Ich werde am 14. August 60. Damit mache ich mir selbst das schönste Geburtstagsgeschenk! Mit 60 fängt für mich praktisch das Leben an.“

 

Auch ihr Ehemann, den sie bis vor kurzem selbst gepflegt hat, lebt seit Anfang Mai nur ein Stockwerk tiefer im stationären Pflegebereich: „Die ganze Familie freut sich riesig, dass wir endlich wieder zusammen sind und vor allem: Zeit miteinander haben“, so Ulrike Küster. „Wenn man arbeitet und einen schwer kranken Ehemann pflegt, hat man keine Zeit für andere Dinge: für die Enkel, für die Mutter, für den eigenen Sohn.“

 

Ulrike Küster arbeitet bei real an der Kasse: „Dort ist es immer laut und hektisch. Das Haus an der Stör dagegen ist so herrlich ruhig! Meine Mutter und ich wohnen in der 3. Etage, Tür an Tür, mit einem wunderschönen Balkon mit Blick auf den Park, mein Mann nur einen Stock tiefer. Wenn ich dort sitze und auf die Tannen im Park vor dem Haus blicke, denke ich immer, ich bin im Schwarzwald!“

 

Küsters Sohn dagegen war zunächst schockiert, als er von den Plänen der Mutter hörte: „‚In deinem Alter?‘, hat er gesagt. Doch dann hat er sich wie ich gleich in diese süße, kleine Küche verliebt: Ich dachte, ich bin auf Mallorca! Genau so eine haben wir dort auch, wenn wir Urlaub machen. Ich habe mein Leben gehabt. Was soll ich mit einem riesigen, supermodernen Kühlschrank? Den kriegt mein Sohn, die Möbel bringe ich zur Kirche.“

 

Auch nach dem Umzug wird Ulrike Küster weiter arbeiten gehen: „Darauf freue ich mich. Und auf die älteren Leute bei der AWO. Das sind Leute, die in meinen Augen alle ein Verdienstkreuz bekommen müssten: Sie haben den Krieg erlebt, Deutschland mit aufgebaut, von ihnen kann man etwas lernen.“

 

Und auf noch etwas freut sich Ulrike Küster: „Früher habe ich viel Aerobic gemacht, bin gelaufen und war im Judoverein. Wenn ich erst mal bei der AWO wohne, werde ich sicher jedes Freizeitangebot, was es dort gibt, nutzen.“

 

Hintergrund:

Das neue Wohnen mit Sicherheit ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses innerhalb der AWO Pflege weg von stationären Pflegeplätzen zu mehr ambulanten Angeboten. Während die stationären Pflegeplätze im Haus an der Stör in den vergangenen Jahren von 120 auf 106 reduziert wurden, konnten insgesamt elf neue „Wohnungen mit Sicherheit“ im Gebäude der Pflegeeinrichtung geschaffen werden, darunter zehn Wohnungen und ein Appartement.

 

Wer hier einzieht ist Mieter seiner eigenen Wohnung, hat aber jederzeit die Möglichkeit, über einen Notruf Hilfe in Anspruch zu nehmen oder dauerhaft durch einen ambulanten Pflegedienst versorgt zu werden. Wer möchte, kann darüber hinaus in der WOHNpflege mitessen und sich Wohnung und Wäsche reinigen lassen. Darüber hinaus gibt es ein gemeinsames Wohnzimmer mit Küche und großem Esstisch, der für Geburtstage, Familientreffen, gemeinsames Kochen, Basteln oder Backen genutzt werden kann.

 

In einem nächsten Schritt beabsichtigt die AWO, im Haus an der Stör eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz einzurichten. Ebenfalls geplant sind weitere ambulante Angebote. „Insgesamt wollen wir uns noch stärker mit Angeboten im Stadtteil vernetzen und das Haus zu einem generationenfreundlichen Ort der Begegnung, Betreuung und Pflege machen“, erklärt Uwe Braun, Leiter des Unternehmensbereichs Pflege der AWO Schleswig-Holstein.

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