Erfolgreiche Ideenwerkstatt in Lensahn

17. Mai 2019

Hildegard Hartmann (Institut für Gerontologische Forschung e.V.), Carola Pöhlmann (AWO Bund), Corinna Ippig (AWO Haus am Mühlenteich), Sebastian Gottschall (AWO Bund) und Sandra Wiese (vdek) begleiteten die Ideenwerkstatt inhaltlich.

Lebhafte Diskussionen über die Möglichkeiten des gesunden Alterns

Mit zunehmendem Alter ändern sich oft auch die Bedürfnisse der Menschen. Was in jungen Jahren selbstverständlich ist, gilt für das Alter nicht immer gleichermaßen. Um den Menschen ein gesundes Altern zu ermöglichen, hat in Lensahn eine öffentliche Ideenwerkstatt stattgefunden. Lensahn ist einer von fünf bundesweiten Modellstandorten im Projekt Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen im Quartier, das durch den Verband der Ersatzkassen e.V. gefördert wird.Fachlich begleitet wird das Projekt vom AWO Bundesverband und vom Institut für Gerontologische Forschung e.V. wissenschaftlich ausgewertet.

Was wünschen sich die Lensahner Senior*innen für ein gesundes Älterwerden? Was fehlt in der Gemeinde? Wie und mit welchen Akteuren vor Ort lassen sich die Wünsche in die Tat umsetzen? Um diese Fragen zu klären, wurden alle Bürger*innen, die sich für gute Lebensbedingungen in ihrer Kommune einsetzen wollen, am 14. Mai 2019 in das Haus der Begegnung eingeladen. Der Einladung der Steuerungsrunde, bestehend aus AWO, Kirche, Kommunalverwaltung, LandFrauenVerein und TSV folgten 50 Anwohner*innen. An sechs Tischen wurden lebhaft Wünsche geäußert, diskutiert und kritisiert und letztlich Ideen gesponnen, wie man gemeinschaftlich bei einigen Punkten Abhilfe schaffen könne.

Dabei stellte sich heraus, dass es in Lensahn bereits einige Angebote gibt wie z.B. eine Seniorentanzgruppe und Seniorengymnastik. Häufig müssten die Angebote aber transparenter sein und besser beworben werden. Schwierig werde es außerdem, wenn körperliche Einschränkungen die Mobilität erschweren. Der ÖPNV sei nicht ausreichend, beim Busfahren mit dem Rollator fühlen sich viele Teilnehmende nicht sicher und Bordsteinkanten und kaputte Gehwege erschweren die Fortbewegung mit Rollstuhl oder Rollator.

Der Bürgervorsteher Rolf Schröder sieht die Ideenwerkstatt als Chance für die Gemeinde: „Mit der Ideenwerkstatt können wir uns einen guten Überblick über die Wünsche der Menschen verschaffen. Die Ergebnisse werde ich mitnehmen und im Rathaus besprechen.“ Auch die Projektkoordination Corinna Ippig, AWO Haus am Mühlenteich, zeigt sich zufrieden: „Die Ideenwerkstatt war ein guter erster Schritt. Nun liegt es an der Steuerungsrunde, gemeinsam mit den Anwohner*innen und der Politik die genannten Lösungsansätze zu prüfen und umzusetzen.“

Die Idee mehr Transparenz zu schaffen, sich und Angebote vorzustellen, will die Steuerungsrunde sofort aufnehmen. Den Auftakt macht der Tag der offenen Tür beim TSV Lensahn am 22.06.2019. Dort werden die Mitglieder der Steuerungsrunde wieder in den Dialog mit ihren Mitbürger*innen gehen, ihre Aktivitäten präsentieren und versuchen, auch bei jüngeren Menschen Interesse für das Projekt zu wecken. So kann vielleicht der Grundstein für ein generationenübergreifendes Zusammenwirken im Sinne der Gesundheit gelegt werden.