Filmnachmittag „Der Junge im gestreiften Pyjama“

6. Februar 2018

Am Montag, den  15.1.2018, fand im Servicehaus Wellingdorf ein Filmnachmittag statt, zu dem alle Mieter*innen und Bewohner*innen eingeladen waren. Gezeigt wurde der Film: „Der Junge im gestreiften Pyjama“. Die nachdenklich stimmende und zum Teil auch erschütternde Romanverfilmung handelt von der Kindheit im Nationalsozialismus. Bruno, der 8-jährige Sohn eines KZ-Kommandeurs, der sich in seinem Zuhause eingesperrt und alleine fühlt, begegnet zufällig dem ebenfalls 8 jährigen Shmuel, einem gefangenen in dem Konzentrationslager, welcher Bruno beneidet, da er „frei“ ist. Bruno hingegen beneidet Shmuel, da er nicht alleine ist. Beide Kinder können nicht so recht verstehen, was an dem Ort eigentlich passiert. Sie freunden sich an und gehen gemeinsam dem tragischen Ende entgegen.

Unter dem Eindruck des Films blieben die anwesenden Mieterinnen zu einer kleinen Gesprächsrunde, in der von den eigenen Kriegserlebnissen berichtet wurde. Wie kam es, dass so viele Menschen sich dem Nationalsozialismus untergeordnet haben?
Was hat das mit dem Verhalten der Menschen und mit Familien gemacht?
Aber auch die aktuelle Zeit wurde zum Thema. So kam etwa die Frage auf: „Warum lernen die Menschen nicht aus den Erfahrungen?“ und die zum Beispiel die Aussage: „Solche Filme sollten auch den jungen Menschen zum Beispiel in Schulen gezeigt werden.“  Wurde zur Handlungsaufforderung.
Am Ende des Nachmittags  sind die Teilnehmer*innen nachdenklich nach Hause gegangen. Und ich, als junger Mensch habe auch noch einmal ganz neue Eindrücke aus der damaligen Zeit bekommen.