Gesund und vital älter werden – Lensahn ist Modellstandort

2. April 2019

Setzten sich für mehr Gesundheit in Lensahn ein: Corinna Ippig, Dr. Jürgen Fein, Christiane Hillmer (alle AWO Lensahn), Ulrike Lütje (LandFrauen), Ingrid Graaf (DRK), Carola Pöhlmann (AWO Bundesverband), Klaus Winter (Bürgermeister), Helga Grieben (Kirchengemeinderat), Wolfgang Prehn (TSV Lensahn), Gisela Schareina (Kirchengemeinderat) und Jörg Reimann (Pastor) (v.l.n.r.)

Lensahn ist wie viele ländliche Regionen vom demografischen Wandel betroffen. Zwar gibt es eine gute Infrastruktur und viele Angebote, doch mit zunehmendem Alter und eingeschränkter Mobilität wird es immer schwieriger, an diesen teilzunehmen. Wie lassen sich Gesundheit und Lebensqualität auch im steigenden Alter fördern? Welchen Bedarf für Prävention und Gesundheitsförderung gibt es im Amt Lensahn? Und wie können erfolgversprechende Ansätze weiterentwickelt und für alle zugänglich werden? Diese und weitere Fragen will das Modellprojekt „Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen im Quartier“ in fünf ländlichen Kommunen beantworten – darunter auch Lensahn. Gefördert wird das Projekt durch den Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) und in Kooperation mit dem AWO Bundesverband geplant.

Die Umsetzung des Projektes erfolgt in Gemeinschaftsarbeit lokaler Vereine und Institutionen. Die Vertreter*innen der Steuerungsrunde, bestehend aus AWO, Kirche, Kommunalverwaltung, LandFrauenVerein und TSV, sind sich einig, dass das Projekt einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, die Gesundheit und Teilhabe älterer Menschen noch besser in den Blick zu nehmen und auf die Möglichkeiten einer besseren Gesundheitsförderung aufmerksam zu machen. Um mit der betroffenen Zielgruppe ins Gespräch zu kommen und deren Wünsche und Bedarfe zu erfassen, lädt die Steuerungsgruppe insbesondere Bürger*innen ab 65 Jahren nun zu einer Ideenwerkstatt mit anschließendem Mittagessen ein.

Die Ideenwerkstatt findet am 14. Mai 2019 von 10.00 bis 13.00 Uhr im Haus der Begegnung am Schützenplatz in Lensahn statt. Mitmachen können alle Bürger*innen, die sich für gute Lebensbedingungen in ihrer Kommune einsetzen wollen. Eine Anmeldung ist bis zum 29. April bei der Projektkoordination Corinna Ippig möglich. Corinna Ippig erklärt: „Uns ist wichtig, dass wir gemeinsam bedarfsgerechte Ideen entwickeln. Denn wer weiß besser was gebraucht wird, als die Betroffenen selbst?“ Dabei müsse das Rad aber nicht neu erfunden werden. „Wir wollen schauen, was vor Ort vorhanden ist und wie die Angebote besser miteinander vernetzt und bekannter gemacht werden können“, ergänzt sie. Dabei sei es aber auch möglich, vollkommen neue Angebote zu schaffen.