Meine Arbeit hat immer zu meinem Leben gepasst – ein Beispiel für FAIRWORK

28. Juni 2017

Sabrina Schaefer

Gestartet bin ich in Kiel-Ellerbek mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Vollzeit. So habe ich damals den Beruf der Altenpflegerin kennengelernt. Im Anschluss daran habe ich als Pflegehelferin weiter gearbeitet, ebenfalls in Vollzeit.

Als dann mit der Geburt meines ersten Kindes zunächst die Familie im Vordergrund stand, konnte ich auf Minijob-Basis an den Wochenenden den Draht zu meinem Beruf und den Kolleginnen aufrecht erhalten. Dadurch, dass ich trotz Familie weiter Berufserfahrung sammelte, trauten Pflegedienstleitung, Leitung und ich selbst es mir anschließend zu, auch als zweite Nachtwache zu arbeiten – wiederum in Vollzeit.

Als sich weiterer Familienzuwachs ankündigte, wechselte ich in den Tagdienst. Dieser Wechsel war notwendig, aber so richtig passte es auch nicht, weil der Dienstbeginn um 6 Uhr vor dem Schulbeginn meines ersten Kindes lag. Doch ich hatte Glück und tolle Kolleginnen: Sie richteten eine „Mutter-Tour“ für mich ein, so dass ich erst zwei Stunden später, um 8 Uhr, starten musste.

Nach der Geburt meines zweiten Kindes war ich ein knappes Jahr in Elternzeit. Danach habe ich wieder mit 15 Stunden angefangen, meist im 2-Wochen-Rhythmus freitags und montags im Spätdienst und am Wochenende flexibel. So war die Kinderbetreuung möglich.  Mit Beginn des Kindergartens für meine Jüngste wollte ich meine Stunden wieder erhöhen. Dafür wechselte ich in ein anderes Haus, nach Kiel-Suchsdorf.  Hier war es möglich, mit 30 Stunden zu arbeiten und mir wieder eine „Mutter-Tour“ ab 8 Uhr einzurichten. Und inzwischen bin ich sogar wieder „zurück zu meinen Wurzeln“ ins Servicehaus Ellerbek und arbeite dort als Nachtwache.

Ich weiß, es ist nicht selbstverständlich, dass sich beruflich bisher alles so gut gefügt hat. Ich glaube, das hat nur geklappt, weil ich immer im Gespräch mit meinen Vorgesetzten war. Und mit den Kolleginnen: So wie sie mich in den vergangenen Jahren unterstützt haben, werde auch ich künftig versuchen, wann immer möglich auch auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Sabrina Schaefer, Mitarbeiterin im AWO Servicehaus Ellerbek