Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen und Nationalitäten

12. April 2017

Anke Buhl

Ist immer genug Fachpersonal da, um die Dienste abzusichern?

Das Leben in unseren Einrichtungen ist bunt und vielfältig. Es wird gelacht, geweint, gestritten, neue Freunde werden gewonnen und liebgewonnene Vertraute sterben. Die Menschen wollen möglichst so weiterleben wie bisher, sie wünschen sich ein gutes Leben und eine gute Pflege. Um den Alltag begleiten zu können, ist es deshalb wichtig, dass wir Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen Qualifikationen, Nationalitäten, Fertigkeiten und Fähigkeiten bei uns beschäftigen. Aber auch Angehörige, Nachbarn und Freunde sind eingeladen mitzuhelfen, damit das Leben im Alter und mit Pflege weiter gelingt.

Bei uns arbeiten Pflegefachkräfte, die sich oft besonders weitergebildet haben, zum Beispiel zum Thema Demenz, zum Wundmanagement oder in der Begleitung am Lebensende. Sie kümmern sich vorrangig um die Planung, Durchführung und Dokumentation der persönlichen Pflege. Rund-um-die-Uhr sind sie im Einsatz. Unterstützt wird das durch Pflegehelferinnen ergänzte Pflegeteam durch Auszubildende, Mitarbeiterinnen im Freiwilligen Sozialen Jahr und Praktikantinnen. Qualifizierte Betreuungskräfte begleiten die Menschen im Alltag. Köchinnen, Diätassistentinnen und viele weitere Mitarbeiterinnen in der Hauswirtschaft haben an vielen Stellen ihre Finger im Spiel, wenn es um die täglichen Mahlzeiten, die spezielle Wunsch- oder Diätkost, die leckeren Kuchen oder das Candle-Light-Dinner geht.

Das Handwerkliche wird von den Hausmeistern erledigt und natürlich gibt es auch viel in der Verwaltung zu tun: Briefe müssen geschrieben, Rechnungen erstellt oder Einladungen zu Veranstaltungen verschickt werden. „Hinter den Kulissen“ arbeiten Buchhalterinnen, Betriebswirtinnen und Qualitätsmanagerinnen. Das Leben mit Pflegebedarf birgt auch Krisen und Veränderungen. Sozialpädagoginnen, Psychologinnen oder geschulte Pflegeberaterinnen unterstützen auch in diesen Situationen.

Wo so viele Menschen zusammen arbeiten, sind regelmäßige Besprechungen und Absprachen notwendig. Diese Abstimmungen sind wichtig, damit nichts vergessen wird, Änderungen notiert und Dienstpläne abgesprochen werden – damit nicht nur genügend Fachpersonal da ist, sondern auch das richtige.

Anke Buhl, Referentin für Alten- und Pflegepolitik der AWO Schleswig-Holstein