Von der Praktikantin zur Praxisanleiterin – Acht Jahre AWO und kein Ende in Sicht

26. April 2017

Stephanie Scholl, Pflegefachkraft im Servicehaus Boksberg

Wenn ich mir meinen achtjährigen Weg von 2005 bis heute im AWO Servicehaus Boksberg anschaue, dann liest er sich nicht nur wie ein beruflicher Werdegang, sondern ist wohl auch einer – meiner.

Als ich im Mai 2005 im Rahmen eines Bildungsangebots der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) ein Schülerpraktikum am Boksberg machte, ahnte ich noch nicht, dass dies mein erster Schritt ins Berufsleben als Altenpflegerin sein sollte. In diesen sechs Wochen machte ich zunächst den Schwesternhelferschein. So konnte ich im Anschluss direkt weiter arbeiten, auf Mini-Job-Basis. Die Arbeit im Haus gefiel mir und Einrichtungsleiter Dieter Gosch war mit meiner Arbeit zufrieden. So wurde aus dem Mini-Job schon nach zwei Monaten ein bezahltes Jahrespraktikum im Rahmen einer geförderten Maßnahme der Arbeitsagentur, und spätestens nach diesem Jahr war mir klar: Ich wollte in der Altenpflege bleiben.

Abschluss und Vertrag in der Tasche

Im Oktober 2006 begann ich deshalb meine Ausbildung zur Altenpflegehelferin und 2008 direkt im Anschluss die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin. Da ich verkürzen konnte, hatte ich schon im September 2010 meinen Abschluss in der Tasche und gleichzeitig auch einen unbefristeten Vertrag.

Gut ein Jahr später fragte mich Dieter Gosch dann, ob ich am Personalentwicklungsprojekt „TAFF – Talente bei der AWO finden und fördern“ teilnehmen wollte. Ich wollte, und gemeinsam legten wir als Ziel den Mentorenschein für mich fest. Diese Weiterbildung absolvierte ich am Bildungszentrum Preetz von Mai bis November 2012.

„Froh, dass ich nicht auf der Stelle trete“

Kurz danach ging die Leiterin der Tagespflege am Boksberg in den Ruhestand und ich übernahm für ein gutes halbes Jahr die Leitung. Diese Aufgabe war eine Herausforderung für mich und ich bin froh, dass Herr Gosch und ich bereits zu Beginn vereinbart hatten, nach einer Testphase gemeinsam zu entscheiden, ob dies der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt für mich war. Er war es nicht. Und doch war es auch kein Fehler, es zu probieren.

Heute bin ich 31 Jahre alt und froh, dass ich nicht auf der Stelle trete. Inzwischen bin ich wieder im ambulanten Bereich des Servicehauses angekommen, kümmere mich zusätzlich um die Anleitung unserer Auszubildenden und freue mich auf die Herausforderung, die mit dem Einsatz einer neuen Touren- und Personaleinsatzplanung auf uns zu kommt.

Stephanie Scholl, Pflegefachkraft im Servicehaus Boksberg