Wieder neu anfangen!

28. Mai 2017
Petra Fudaeus, Wohnbereichsleiterin bei der AWO Pflege Schleswig-Holstein

Petra Fudaeus, Wohnbereichsleiterin bei der AWO Pflege Schleswig-Holstein

Frau Fudaeus, Sie haben viele Jahre in einem anderen Pflegeheim gearbeitet. Warum haben Sie den Arbeitsplatz gewechselt?

Ich arbeite bereits, seit ich 16 Jahre alt bin, in der Pflege. Und das immer in ein und demselben Haus. 2012 war für mich einfach der Zeitpunkt da, etwas Neues anzufangen: Ich wollte mich weiterentwickeln, aber das war in der alten Einrichtung nicht möglich.

Wie kam es, dass Sie sich bei der AWO beworben haben?

Einige meiner ehemaligen Kollegen arbeiten in Lensahn und haben immer gesagt: „Komm doch zur AWO!“. „Warum nicht?“, habe ich mir gedacht und habe mich beworben. Beim Vorstellungsgespräch hat mir die Einrichtungsleiterin, Frau Hillmer, viel über die AWO erzählt und das Haus gezeigt. Das hat mir gefallen. Die Chemie stimmte, das Gehalt stimmte, und mein erster Gedanke war: „Ich kann mir vorstellen, hier bis zur Rente zu bleiben“.

Wie war dann die tatsächliche Einarbeitung für Sie?

Für die Einarbeitungsphase wurde mir die damalige Wohnbereichsleiterin, Frau Prehn, als Patin an die Seite gestellt. Wir hatten immer die gleichen Dienste. Da ich seit 1989 in der Altenpflege tätig bin, war es mir aber wichtig, selbständig zu arbeiten. Trotzdem konnte ich jederzeit Fragen stellen.

Was hat Ihnen bei der Einarbeitung gut gefallen?

Gut waren die systematischen Einarbeitungsgespräche nach vier, acht und zwölf Wochen und das Mitarbeiterjahresgespräch mit Frau Hillmer und Frau Prehn. So etwas kannte ich vorher nicht: Ich konnte Feedback geben und habe Rückmeldung aus dem Team und von der Leitung erhalten. Dieser Austausch hat es mir erleichtert, mich gut und schnell in der Einrichtung zu integrieren. Viel geholfen hat mir auch das Einarbeitungskonzept. Wir konnten Punkt für Punkt durchgehen, so dass wir nichts vergessen haben.

Was hat Sie in dieser Anfangszeit gestört?

Natürlich war nicht alles von Anfang an positiv. Als neue Kollegin war es für mich schwierig, in ein Team reinzukommen, das über Jahre gewachsen ist. Ich musste mich erst einmal beweisen. Einige haben mir das Leben am Anfang schwer gemacht, heute sind sie mir ans Herz gewachsen.

Sie sind jetzt seit fünf in dieser Einrichtung beschäftigt. Bereuen Sie den Schritt?

Nein, auf keinen Fall. In ein paar Tagen feiere ich mein 5-jähriges Jubiläum hier im Haus, mittlerweile bin ich sogar stellvertretende Pflegedienstleitung. Natürlich gibt es immer viel zu tun, aber das Team und das Umfeld stimmen. Und  es gibt auch hin und wieder Meinungsverschiedenheiten. Aber wo gibt es die nicht? Ich bin angekommen.

Sigrid Krause, ehemaliges Mitglied des Betriebsrats, im Gespräch mit Wohnbereichsleiterin Petra Fudaeus