Wildes Plakate kleben an der Hafenspitze

11. Juli 2017

v. links nach rechts: Maren Seeliger, Abou Thio, Rainer Mühe, Uta Ochsenfarth

Die Flensburger Servicehäuser nehmen den Pinsel selbst in die Hand für die Kampagne der AWO Pflege.

Sie kamen in weißen Maleranzügen und sind bewaffnet mit Pinsel, Kleister und jede Menge grünen Plakaten. Die Leitungen der Flensburger Servicehäuser der Arbeiterwohlfahrt und einer ihrer Markenbotschafter der Kampagne FAIRWORK haben am Montagmorgen Aufsehen unter den Passanten erregt. An mehreren Stellen haben sie die Flächen an der Hafenspitze plakatiert.

Eins der Plakate zeigt Abou Thio von der Elfenbeinküste. Auch er ist heute hier, um auf die Kampagne der AWO Pflege, die nun seit Mai dieses Jahres läuft, aufmerksam zu machen. Hier ein kurzer Auszug aus einem aktuellen Interview mit ihm:

Abou Thio, Sie haben im Oktober 2016 die Ausbildung zum Altenpfleger  begonnen – welche Gründe waren dafür ausschlaggebend?

„Ich hatte schon vor der Ausbildung Erfahrungen im sozialen Bereich gesammelt, bei den Mürwiker Werkstätten für Menschen mit geistigen Behinderungen. Danach wusste ich, dass ich einen Beruf möchte, in dem ich mit Menschen arbeite. Das tue ich nun – und würde die Entscheidung wieder treffen! Der Kontakt zu den Mieter*innen im Servicehaus und auch zu meinen Kollegen ist mir wichtig und macht mir Spaß. Hier bin ich Teil eines Teams in dem voneinander und miteinander gelernt wird“.

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Menschen werden immer älter und das ist auch gut so. Mit der Alterung der Gesellschaft wächst auch der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften.

„Die Pflege ist ein zukunftssicherer und unter jungen Menschen sehr beliebter Beruf“, so Uwe Braun, Leiter der AWO Pflege, „wir möchten mit dieser Kampagne auch deutlich machen, dass die Pflege alter Menschen besser als ihr Ruf ist, und wir ein fairer Arbeitgeber sind.“ FAIRWORK ist eine Kampagne aus dem Unternehmen für das Unternehmen: echte Mitarbeiter*innen, reale Geschichten und handfeste Informationen über die Arbeitsbedingungen in der Pflege.

Wenn junge Menschen wie Abou Thio sich für den Beruf Altenpfleger begeistern können, dann haben wir schon viel erreicht“, so auch Rainer Mühe, Gesamtleiter der Flensburger Servicehäuser.