Studierende erarbeiten Vorschläge für die Quartiersarbeit in Wedel

17. Januar 2019

Sabrina Markner, Bhimray Gurung und Annika Kohlhund stellen die Ergebnisse ihrer Bürgerbefragung vor.

In einem Fachprojekt der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaft, das gemeinsam mit der AWO Pflege auf den Weg gebracht wurde, sind die drei Studierenden Bhimraj Gurung, Annika Kohlhund und Sabrina Markner der relevanten Frage des Demographischen Wandels nachgegangen: „Wie muss ein Lebens- und Wohnraum gestaltet sein, um den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht zu werden?“

Am Dienstag wurden die Ergebnisse der Studierenden, die eine Sozialraumanalyse für Wedel zum Inhalt ihres Fachprojekts gemacht haben, im Rathaus den Akteuren und interessierten Bürger*innen präsentiert. Für die Erhebung der Ergebnisse arbeiteten sie auf unterschiedlichen Ebenen, indem sie sich das Quartier zu Fuß vertraut machten, eine Bürgerbefragung durchführten und mit Experten wie dem Seniorenbeirat ins Gespräch kamen. Besondere Unterstützung erhielten sie dabei von Herbert Röttger, Mitglied des Seniorenbeirates, und von Gisela Rawald vom Seniorenbüro der Stadt Wedel: „Wir sind gespannt, wie sich ein solches Projekt in Wedel entwickeln wird und hoffen aus den Erfahrungen auch für andere Stadtteile lernen zu können.“

Die Befragung zeigte, dass Wedels Senior*innen überwiegend gerne in ihrer Stadt wohnen, sich bei Dunkelheit allerdings nicht immer sicher fühlen und dann ungerne alleine das Haus verlassen. Insgesamt fehle es an öffentlichen Toiletten, Sitzgelegenheiten und rollstuhlgerechten Zugängen zu öffentlichen Orten. Außerdem wünschen sich die Befragten einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Mit den Begegnungsangeboten in Wedel zeigten sich die Senior*innen laut der Studierenden allerdings zufrieden und auch Peter Schilling, Einrichtungsleiter AWO Wohn- und Servicezentrum Wedel weiß: „In Wedel gibt es viele Angebote für ältere Menschen. Diese aber auch allen zugänglich zu machen und intergenerativ zu gestalten, könnte zu den Aufgaben des zukünftigen Quartiersmanagements gehören“.

Die Ergebnisse der Befragung dienen der AWO Pflege als Grundlage für einen Fördermittelantrag bei der Stiftung Deutsches Hilfswerk für ein Quartiersentwicklungsprojekt in Wedel. Ziel der Quartiersentwicklung ist es, gemeinsam mit den Initiativen, Vereinen und Akteuren vor Ort und den Bürger*innen Netzwerke und Angebote zu schaffen, die es Menschen ermöglichen, auch bei Hilfe- und Unterstützungsbedarf so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können.