Studierende laden Senior*innen zum World-Café ein

15. Juni 2018

Bürgermeister Radisch(2.v.r.) im Kreis der Veranstalter

Bürgermeister Gerd Radisch diskutiert mit Schönkirchner*innen über das Leben im Alter

Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse der Menschen. Was in jungen Jahren selbstverständlich ist, gilt für das Alter nicht immer gleichermaßen. Um den Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, initiiert die AWO Pflege gefördert durch die Fernsehlotterie zum 1. Juni 2018 in Schönkirchen ein Quartiersentwicklungsprojekt. Ziel ist es, die Teilhabemöglichkeiten älterer Menschen zu verbessern.

Doch welche Begegnungsmöglichkeiten haben die Schönkirchener Senior*innen überhaupt? Wie nehmen sie das nachbarschaftliche Miteinander wahr? Und welche Wege und Erledigungen können sie noch gut bewerkstelligen und wo kommen sie an ihre Grenzen? Um diese Fragen zu klären und zur Einstimmung auf das zukünftige Projekt lud Margrit Hellberg in Kooperation mit Prof. Dr. Kai Marquardsen und Gesa Wulff von der Fachhochschule Kiel (Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit) die Mieter*innen des Service- und Wohnzentrums und Bürgermeister Gerd Radisch zu einem World-Café ein. Unterstützt wurden sie dabei von sechs Studierenden der Sozialen Arbeit, die im Rahmen der Veranstaltung ihre Methodenkompetenz schulten. Ihre Aufgabe war es an vier Tischen mit den Teilnehmenden zu den Themen Mobilität, Freizeitangebote, nachbarschaftlichem Miteinander und Begegnungsmöglichkeiten ins Gespräch zu kommen.

Dabei stellte sich heraus, dass es in Schönkirchen bereits viele Angebote gibt – vom Sing- und Kaffeekreis, über Sitztanz bis hin zu Gedächtnistraining bleiben kaum Wünsche offen. „Eigentlich haben wir hier doch alles,“ bestätigt auch Harald Kruse. Anders sehe es allerdings aus, wenn körperliche Einschränkungen die Mobilität erschweren, fassen die Studierenden zusammen. Für Busfahren mit dem Rollator fühlen sich zum Beispiel viele Teilnehmenden nicht sicher genug.

Die zukünftige Quartiersmanagerin Nina Pelzer sieht die Veranstaltung als Chance für das Projekt: „Mit dem World-Café konnten Bürgermeister Radisch und ich uns einen guten Überblick über die Bedarfe und Wünsche der Menschen hier schaffen. Meine Aufgabe wird es mit Projektstart sein, gemeinsam mit den Anwohner*innen und der Politik nach Lösungen zu suchen.“