Was nicht dokumentiert ist – ist trotzdem gemacht…

23. Januar 2018

AWO Multiplikatoren*innen Strukturmodell

EMSA – Erfahrungsaustausch Multiplikatoren*innen Strukturmodell der AWO Pflege in Neumünster

Eine ausufernde Pflegedokumentation, die eigentlich nur noch für Prüfzwecke erstellt wurde, stellte in den letzten Jahren eine immer größere Belastung für die Pflegekräfte dar. So wurde viel Zeit damit verbracht, regelmäßige Routinen zu dokumentieren, die Zeit für das Gespräch oder die Betreuung wurde immer knapper. Das Strukturmodell zur Entbürokratisierung in der Pflege war deshalb dringend erforderlich. Seit 2013, also von Beginn an, beschäftigt die AWO Pflege sich mit der Umsetzung des Strukturmodells und hat seit dieser Zeit über 20 Kollegen*innen zu Multiplikatoren*innen geschult. An allen Diensten und Einrichtungen der AWO Pflege in Schleswig-Holstein ist die effiziente Pflegedokumentation eingeführt, an vielen Standorten wird die SIS© bereits über EDV erfasst und auch die Pflegeplanung findet elektronisch statt.

Erfahrungsaustausch zeigt hohe Zufriedenheit mit Umsetzung des Strukturmodells

Die Umstellung braucht Zeit, bringt im Ergebnis aber eine höhere Arbeitszufriedenheit und stärkt die Fachlichkeit der Pflegenden, berichteten einige der Multiplikatoren*innen der AWO Pflege bei einem Erfahrungsaustausch. Alle sind sie mit dem neuen Standardwerk zum Strukturmodell ausgestattet worden und weitere Veranstaltungen und Treffen sind vereinbart. Auch wenn es im Alltag nicht immer leicht ist, allen Anforderungen des Berufs gerecht zu werden, auf die neue Form der Dokumentation möchte niemand mehr verzichten.

„Das Strukturmodell hilft mit seiner personenzentrierten Sicht nicht nur den pflegebedürftigen Menschen, es trägt auch in hohem Maße zur Arbeitszufriedenheit der Kollegen*innen bei,“ ist sich Uwe Braun, Leiter der AWO Pflege Schleswig-Holstein sicher.