Wertschätzende Kommunikation

1. Juli 2020

Aufmerksame Zuhörer*innen beim Workshop "Wertschätzende Kommunikation" im AWO Servicehaus Mettenhof

Gemeinsam im Servicehaus älter zu werden, sich solidarisch zu verhalten, ist leichter gesagt als getan. Das Alter und das Leben im Allgemeinen hält so manche Herausforderung bereit. Es gibt im Alltag viele kleine und große Situationen, z.B. wenn ein Nachbar „vergesslich und tüdelig wird und einem schon mal auf die Nerven geht“, wenn die Meinungen weit auseinander gehen und so manches Wort fällt, das man hinterher vielleicht lieber nicht gesagt hätte. Oder beim Gegenüber bleibt ein Satz im Halse stecken und dem Sender der Botschaft ist gar nicht bewusst, dass seine Worte verletzt haben.

Im Servicehaus Mettenhof leben gut 250 Menschen unter einem Dach – die meisten von Ihnen bis zum Lebensende – das zeichnet das Servicehauskonzept aus. Wo viele Köpfe an einem Ort aufeinandertreffen, ist der Umgang miteinander von großer Bedeutung – und gerade bei etwas so Selbstverständlichem wie Sprache verliert man das Gewicht oder den Einfluss derselben auf unsere Qualität des Zusammenlebens schnell aus dem Blick. Aus diesem Grund findetder vierteilige Wortshop „Wertschätzende Kommunikation“ mit verschiedenen Referentinnen  statt.  Er bietet den Teilnehmer*innen die Chance, das eigene Kommunikationsverhalten besser kennen zu lernen:

  1. Erkennen (Die eigene Kommunikation reflektieren)
  2. Bewerten (Was ist und wie entsteht nicht wertschätzende Kommunikation?)
  3. Handeln (Wie gewinne ich eine Haltung und ein Selbstverständnis im Sinne von gewaltfreier und wertschätzender Kommunikation) sind die drei inhaltlichen Bausteine des Workshops.
  4. Reflexionseinheit über das Gelernte.

Letzte Woche hat nun Teil 2 mit der Referentin Suzanne Vogel Vitzthum stattgefunden und Lina Nielsen,  Sozialpädagogin im Anerkennungsjahr, fasst das Ziel nach den Erfahrungen des Tages zusammen:

Je besser ich meine eigenen Bedürfnisse und Gefühle kenne, desto besser kann ich wertschätzend kommunizieren. Erst dann kann ich mich auf den Perspektivwechsel einlassen und mein Gegenüber (besser) verstehen.“