Wir mischen mit, aber sicher nicht auf

12. Juni 2015

Einmal im Monat treffen sich die Etagensprecher und Bewohnerbeiräte des AWO Serivehauses Mettenhof, um über alles, was im Servicehaus passiert – oder auch eben nicht – zu sprechen:

Der Teppich im Flur der vierten Etage muss gereinigt werden, der Holsteiner Abend war diesem Mal besonders gelungen. Warum erhalten wir stapelweise Exemplare vom Kieler Express? Wer ist Neues eingezogen und wer hat denjenigen Willkommen geheißen? Welche Veranstaltungen haben stattgefunden und finden als nächstes statt? Die Themenvielfalt ist groß.

Neben den Mietervertretern sind in dieser Runde auch ein Vertreter der Wohnungsbaugesellschaft, die Leiterin des Hauses, Susanne Weber, die Hauswirtschaftsleiterin Frau Muus, die Caféleiterin Frau Körner und der Küchenleiter Herr Scholz, denn hier kommt alles auf den Tisch kommt.

Wir haben drei Personen aus dem Servicehaus gefragt, was denn ihre Aufgabe als Etagensprecher bzw. Bewohnerbeirätin ist:

Marianne Bonah (82):

Ich weiß einiges über das Leben hier zu berichten, die Angebote im Stadtteilcafé, aber auch Projekte wie das Schulprojekt mit der Grundschule oder das AWO Musiktheater-Ensemble. Ich zeige Interessierten meine Wohnung, erkläre ihnen die Notrufanlage und gebe Auskünfte über das Gemeinschaftsleben. So erhalten zukünftige Mieter und ihre Angehörigen einen lebendigen Eindruck unseres Angebotes.  

Karla Vollberecht (84):

Frau Scheer und ich sind die Etagensprecher der 3. Etage. Neuen Mietern stellen wir uns vor und signalisieren, dass Sie zu uns kommen können, wenn es Fragen oder auch Probleme gibt. Ich kenne hier im Haus ja schon die richtigen Ansprechpartner für so manches Alltagsproblem oder nehme ein Thema mit in die monatliche Etagensprechersitzung. Außerdem habe ich eine Auge darauf, dass unser Etagenraum in Ordnung bleibt und der Kalender mit der Belegung gepflegt wird. 
 

Heinke Lahann (66 Jahre):

Ich lebe seit zwei Jahren in der WOHNpflege. Nun wurde ich von meinen Mitbewohnern zur Bewohnerbeiträtin gewählt. Mit mir teilen sich Frau Wölk und Herr Keil das Amt. Wenn neue Bewohner einziehen, erfahren Sie von uns als Ansprechpartner für Sorgen oder Probleme hier im Haus. Meine Aufgabe würde ich so in Worte fassen: Ich bin Beobachter, Hinhorcher, Ansprecher und Aussprecher.
Wenn ich Probleme oder allgemeinen Unmut wahrnehme, spreche ich meine Mitbewohner an und frage, ob ich etwas an Frau Janson weitergeben oder mit in die nächste Etagensprechersitzung nehmen soll. Manchmal kommt ein „Ja“, manchmal auch ein „Nein“. Ich mache nichts, wofür ich nicht den Auftrag habe. In der Etagensprechersitzung sind der Küchenleiter, die Stadtteilcaféleiterin, die Hauswirtschaftsleiterin, die Leiterin des Servicehauses, der WOHNpflege und der Leiter der Haus- und Tagespflege dabei. Dort können wir viele Dinge auf direktem Wege klären.