Zehn Jahre „Aktion ambulant in Nordfriesland“

1. Dezember 2016

Im Hintergrund Gesa Junker Diakonie Husum, Lennart Sandvoss Pflegestützpunkt Nordfriesland, im Vordergrund Kreispräsident Heinz Maurus im Gespräch mit Anke Buhl AWO und Sven Peetz von den Pflegekassen

Feierstunde im Rathaus in Husum

Kiel, Husum 1.12.2016

Seit zehn Jahren die  ist „Aktion ambulant Nordfriesland“ eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art.  Seit 2006 trifft sich der trägerübergreifende Arbeitskreis aus Pflegediensten, der Alzheimer Gesellschaft, Hospizdiensten, Beratungsstellen, dem Pflegestützpunkt und Betreuungsdienstleistern, um durch gezielte Informationen den Verbleib von pflegebedürftigen Menschen in der eigenen Häuslichkeit möglichst lange zu sichern. Die Federführung für den Arbeitskreis hat das Forum Pflegegesellschaft übernommen und zu einer Feierstunde in das Rathaus in Husum eingeladen.

„Als Tätige in den Pflege- und Beratungsdiensten sehen Sie täglich wie es gelingen kann, gepflegt alt zu werden. Notwendig ist dafür eine enge Vernetzung und kollegiale Zusammenarbeit aller Beteiligten“, sagt Anke Homann als Sprecherin für das Forum Pflegegesellschaft. Sie weist darauf hin, dass es nur in Nordfriesland diese Form der Zusammenarbeit über so einen langen Zeitraum gibt. „Pflege verändert das Verhältnis zwischen Menschen. Angehörige befinden sich oft in einem Gefühlschaos. Eine Demenz kann die Beziehung zur gepflegten Person dabei auf eine besonders harte Belastungsprobe stellen. Wichtig ist deshalb eine gute Pflegeberatung und Begleitung wie sie über die „Aktion ambulant Nordfriesland“ sichergestellt wird.

Entstanden ist in den letzten zehn Jahren ein Netz das trägt: Mit jährlichen Aktionen und Veranstaltungen macht die Aktion ambulant Nordfriesland immer wieder auf sich aufmerksam. Beantwortet werden die häufigsten Fragen zum Leistungsangebot: Welche Hilfen gibt es? Wie kann ich zu Hause unterstützt werden?  Wo finde ich Hilfe?  Wer ist für mich da, wenn ich nicht mehr weiter weiß?

„Die „Aktion ambulant Nordfriesland“ setzt genau bei Fragen der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen an. Sie haben es sich gemeinsam zur Aufgabe gemacht, die Familien zu unterstützen, damit sie gut informiert und vorbereitet die Entscheidungen für das Alter, auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit, treffen können. Dieses trägerübergreife Engagement kann gar nicht hoch genug geschätzt werden.“ Mit diesen Worten gratulierte Kreispräsident Heinz Maurus den Anwesenden Teilnehmer*innen zum Jubiläum.

Am feierlichen Fachtag anlässlich des zehnjährigen Bestehens der „Aktion ambulant Nordfriesland“ haben nicht nur zahlreiche Mitarbeiter*innen aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich teilgenommen, auch Landtags- und Kreisabgeordnete und Vertreter*innen der Pflegekassen waren unter dem Teilnehmer*innen. Die nächste Veranstaltung der Aktion ambulant Nordfriesland wird sich mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ab 2017 beschäftigen. Für den 22. Februar 2016, 15.00 Uhr, ist Frau Dr. Andrea Kimmel vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung nach Husum eingeladen worden.

Kontakt für die Aktion ambulant:

Anke Buhl, Forum Pflegegesellschaft / AWO Schleswig-Holstein gGmbH, Unternehmensbereich Pflege, T. 0431/5114-155, anke.buhl@awo-sh.de